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Circular Economy als Möglichkeit neue, sozio-ökologische Geschäftsmodelle in Unternehmen zu implementieren

Refurbish, Recycle und Reuse. Diese Konzepte finden seit geraumer Zeit immer mehr Anklang als neue, nachhaltige Geschäftsmodelle, die nicht nur einen Mehrwert für Unternehmen bieten, sonder auch bei der Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) unterstützen können. In einem Workshop des Green Tech Cluster wurden Möglichkeiten und Best Practice Beispiele besprochen, wie Unternehmen Circular Economy als Chance nutzen können.

Warum Circular Economy?

Die Nachfrage von Kund*innen nach nachhaltig und fair produzierten Gütern steigt. Transparenz von Produktionskreisläufen rückt immer mehr in den Fokus. Nicht nur gesellschaftlich, sondern auch rechtlich werden diese Stimmen lauter und werden in den kommenden Jahren signifikante Änderungen hervorbringen. Dies spiegelt sich u. a. in der Weiterentwicklung der sog. EU Ökodesign Richtlinie, welche einen Repair Score und einen Product Environmental Footprint zum Enforcement von Green Claims beinhalten soll. Neue Geschäftsmodelle, welche auf der Kreislaufwirtschaft basieren, werden immer wichtiger für Unternehmen. Dadurch entstehen neue technische Needs: Monitoring und Sensoring von Lieferketten sollen Transparenz bezüglich u.a. der CO2-Belastung schaffen und digitale Produktpässe Recycling erleichtern.

Nicht nur am Beginn der Lieferkette ansetzen

80 Prozent der Auswirkung auf die Umwelt bei der Produktentwicklungen entstehen schon in der Designphase. Circular Economy bedeutet also nicht nur am Beginn der Lieferkette anzusetzen, sondern schon in einem Schritt, im Design, zu implementieren. Eine Möglichkeit sind modulare Bauweisen von Gütern oder der Einsatz von Sekundärrohstoffen. Modulare Ansätze können helfen, Produkte zur Gänze zur recyceln oder zurück in den Produktionskreislauf zu führen via Austausch von Bauteilen, wie vom Start-Up Sleepify schon praktiziert. Sleepify vermietet Matratzen an Beherbergungsbetriebe und übernimmt Produktion, Anlieferung, Qualitätskontrolle, Reinigung und Tausch. 75 Prozent der verwendeten Materialien werden zurück in den Produktkreislauf geführt, der Life-Cycle der Matratzen verlängert und Kund*innen 

Neue Geschäftsmodelle als Chance für etablierte Unternehmen

Nicht nur für Start-Ups entsteht die Möglichkeit neue Geschäftsfelder zu eröffnen. Die Engel Austria GmbH setzt neben herkömmlichen Methoden wie Maintenance und Reparatur auch auf Paid-by-Use Modelle, wie Take Back und ein Recovery Center, und Recycling sowie Reselling, von wieder instand gesetzten Maschinen, und die Nachfrage nach gebrauchten Maschinen steigt stetig. Ebenso bietet Komptech GmbH ihre Maschinen immer öfter zur Miete an, da sich die Bedürfnisse der Kund*innen stetig verändern.

Die Basis von Circular Economy: Daten

Das Monitoring von Lieferketten, die Optimierung von Produktionsprozessen, Blockchain-gestützte  Produktpässe und Predictive Maintenance Modelle basieren meist auf demselben “Rohstoff” Daten. Daten und digitale Technologien sind die Enabler für Transparenz und Optimierung und stellen so die Basis für Circular Economy Ansätze dar.

     Interessiert?

Im Rahmen des Green Data Hubs ist ein Data Space zu Circular Economy geplant. In enger Zusammenarbeit mit  (inter)nationaler Expert*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem Fachgebiet Circular Economy werden die technischen Möglichkeiten besprochen, Daten sicher, souverän und auf einem trans-europäischer Ebene auszutauschen.

     Rewatch “Transformation zu zirkulären Geschäftsmodellen” Vortrag von Prof. Dr. Rupert J. Baumgartner.

Werden Sie schon jetzt Teil des DIO Netzwerks und gestalten Sie den Data Space Circular Economy mit!